Herausforderung Datenqualität

Konsolidierung und Harmonisierung als "Herzschrittmacher" reichen nicht aus

Im Unternehmensalltag werden im Umgang mit mangelnder Datenqualität aufwändige Datenbereinigungsaktionen durchgeführt, um Inkonsistenzen zu korrigieren. Diese Aktionen wirken wie ein Herzschrittmacher für die Stammdaten. Kurzfristig werden hiermit sicherlich Qualitätsprobleme gelöst, aber nicht nachhaltig und langfristig. Es wird konsolidiert und harmonisiert, aber nicht an der eigentlichen Ursache gearbeitet. Um jedoch eine dauerhafte Datenqualität zu erzielen, muss anders agiert werden, betroffene Geschäftsprozesse müssen identifiziert werden und Standards für Stammdaten definiert werden. Fehlende Datenqualität wirkt sich in realen Kosten aus. Nicht umsonst gelten Stammdaten als virtuelles Kapital eines Unternehmens. Zudem steigen im Zeitalter von Big Data die Anforderungen an die Stammdatenqualität.

Prozesse in Frage stellen –
Wettbewerbsvorteile schaffen

Durch die Weiterentwicklung und Optimierung von Prozessen kann man sich gegenüber dem Wettbewerb deutlich differenzieren. Auch Prozesse, die nicht direkt der Wertschöpfung dienen, müssen effizient sein. Im globalen Wettbewerb gewinnen Konsolidierung und Standardisierung von Geschäftsprozessen an Bedeutung. Klassischer Fall von Betriebsblindheit: Oftmals werden Geschäftsprozesse aus historischen Gründen oder aufgrund fehlender Übersicht und Einsicht der beteiligten Bereiche in einem ineffizienten Zustand belassen. Eine Bereinigung der nicht wertschaffenden Prozesse im Unternehmen kann durch die Einführung einer Standardlösung wesentlich vorangebracht werden; so lassen sich auch im Umfeld der Stammdaten Wettbewerbsvorteile generieren. Aber erst nachdem Prozesse und Befugnisse für die Datenpflege und -freigabe (Data Governance) klar definiert sind, kann eine IT-Unterstützung erfolgen.

Professionelles Stammdatenmanagement
ohne Herzschrittmacher

Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Daten ist eine essenzielle Voraussetzung, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Fehlende Standards zur Datenpflege stören dieses Vertrauen. Eine Standardisierung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Prozessoptimierung in Unternehmensgruppen, indem Ressourcen mehr für Innovationsthemen und weniger für Problembewältigung eingesetzt werden können. Softwarelösungen können diese Prozesse unterstützen und für Transparenz sorgen. Zu beachten ist: Stammdatenmanagement ist kein reines IT-Thema. Die Fachbereiche sind frühzeitig zu involvieren und als Dateneigner („data owner“) für ihre jeweiligen Stammdatendomänen verantwortlich. Im Hinblick auf die Implementierung der neuen Datenpflege und Datenverteilungsprozesse spielen Data Governance und die damit verbundenen organisatorischen Anpassungen eine wichtige Rolle. Zusätzlich ist ein Management-Buy-In erforderlich für eine erfolgreiche Stammdatenmanagement-Initiative.